Regionale Wirtschaftsförderung

Un­ter regio­naler Wirt­schaftsförde­rung ver­steht man die Summe aller Maßnah­men, wel­che die regio­na­len Rah­menbedingun­gen für wirt­schaftli­ches Handeln so beeinflus­sen, dass die Arbeits- und Lebens­bedingun­gen der Men­schen in der jeweiligen Regi­on ei­ne Ver­bes­serung erfah­ren.

Die Erfolge der regio­na­len Wirt­schaftsförde­rung las­sen sich wissenschaftlich durch regio­nal­wirt­schaftli­che Ver­gleichs­studi­en erkennen, in denen auf­grund des jeweiligen sich verändern­den An­teils zu be­stimmen­der Indika­to­ren auf­grund ei­ner aktiven regionalen Wirt­schaftsförde­rung ei­ne Verände­rung der Wirt­schafts­stärken positiv erkennbar ist.

Letztli­ches Ziel der regio­na­len Wirt­schaftsförde­rung ist es, die wirtschaftli­che Leis­tung in ei­ner Regi­on zu erhöhen (Bruttoin­lands­produkt/BIP) und durch die Ent­wicklung neuer Arbeits­plät­ze gemäß den grundsätzli­chen wirt­schafts­politi­schen Zie­len des Stabilitäts- und Wachstumsgeset­zes von 1967 die lokale Arbeits­losigkeit abzubauen.

Ei­ne besonde­re Herausforde­rung für regio­nale Wirt­schafts­stand­or­te stellt die Globalisierung dar und die damit einhergehen­den Verände­run­gen in der in­ternatio­na­len Arbeits­teilung. Um diesen                    
Herausforde­run­gen aktiv zu begegnen, ist ei­ne Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der ein­zelnen Betriebe unerlässlich, denn nur die­se hat letztlich ei­ne Erhöhung der regio­na­len Wirt­schafts­kraft – und damit Wettbewerbsfähigkeit – zur Folge.

Ei­ne wichtige Vor­aus­setzung zur Erhöhung der regio­na­len Wettbewerbsfähigkeit ist letztlich die Vernetzung der vor­handenen Betriebe un­ter­ein­an­der. Wenn auch ge­wisse Vor­aus­setzungen der regio­na­len Wirt­schaftsförde­rung von politi­schen Instan­zen abhängig sind (EU, Bund, Län­der, Kommu­nen), können die regio­na­len Betriebe durch das Ent­stehen und die Pflege der Netz­werke Grundla­gen dafür schaffen, die Wirt­schafts­kraft vor Ort zu stei­gern, indem durch at­traktive bran­chenübergrei­fen­de Angebo­te die Kaufkraft in der Regi­on erhal­ten bleibt.

Die­se loka­len Netz­werke bewirken gleichzeitig ei­ne Erneuerung und Image­stärkung des Stand­ortes und dienen somit auch zur Weiter­entwicklung stand­ortbezoge­ner Stra­tegi­en, wel­che wieder­um kon­zen­trier­te Aktionen der Politik und der Wirt­schaft ermöglichen.